
Case Study: Lagerverwaltungssoftware für Logistikdienstleister
Wie ein Logistikdienstleister mit 5.000 m² Lagerfläche und zwei internationalen Standorten seine papierbasierten Abläufe durch eine digitale Lagerverwaltungssoftware für kleine Unternehmen ersetzt, manuelle Arbeitsschritte reduziert und die Grundlage für eine effizientere Abwicklung seiner Lager- und Fulfillment-Dienstleistungen schafft.
Case Study vorstellen lassenAusgangssituation: Papierbasierte Lagerprozesse auf 5.000 m² Lagerfläche
Ein international tätiger Logistikdienstleister mit Standorten in Deutschland und der Schweiz betreibt rund 5.000 m² Lager- und Umschlagsfläche und bietet umfassende Fulfillment- und Lagerlogistikdienstleistungen an. Die Lagerflächen umfassen unter anderem ein Hochregallager für Palettenwaren, Fachbodenregale für Kleinteile sowie Blocklagerflächen für sperrige Güter und Schwergut. Dank einer automatisierten Temperatur- und Feuchtigkeitsüberwachung können neben klassischen Lagergütern auch empfindliche Waren wie Pharmazeutika unter geeigneten Bedingungen gelagert werden.
Bislang werden die Lagerprozesse vollständig papierbasiert abgewickelt. Dadurch entstehen hoher manueller Aufwand, doppelte Arbeitsschritte und eine eingeschränkte Transparenz über Bestände und Warenbewegungen. Insbesondere die Erfassung und Nachverfolgung der Lageraktivitäten sowie die Abrechnung der erbrachten Dienstleistungen gestalten sich dadurch aufwendig und komplex.
Um die Abläufe an beiden Standorten zu optimieren, soll eine moderne Lagerverwaltungssoftware eingeführt werden, die sämtliche relevanten Lagerprozesse digital unterstützt und eine durchgängige Bestandsführung ermöglicht. Dazu zählen unter anderem Wareneingang, Einlagerung, Auslagerung, Kommissionierung, Versand, Umlagerung, Inventur, Lademittelverwaltung und Fotodokumentation. Ergänzend sollen die Prozesse rund um die Warenannahme mit Detailkontrolle, die Warenausgangskontrolle sowie die Abwicklung der unterschiedlichen Fulfillment-Dienstleistungen effizienter gestaltet werden.
Ziel ist es, papierbasierte Abläufe abzulösen, doppelte Arbeitsschritte zu reduzieren und die Transparenz über Bestände und Warenbewegungen zu erhöhen. Gleichzeitig sollen die Voraussetzungen für eine nachvollziehbare und vereinfachte Abrechnung der erbrachten Lager- und Logistikleistungen geschaffen werden.
Das Projekt in Zahlen
25 Mandanten auf 2 Lagerstandorte
3 bis 150 Artikel pro Mandant
31 Wareneingänge pro Monat mandantenübergreifend
70 Warenausgänge pro Monat mandantenübergreifend
Diese Herausforderungen sollte die digitale Lagerverwaltung lösen
- Fehlende Bestandstransparenz für Kunden: Kunden können ihre aktuellen Lagerbestände nicht selbstständig einsehen. Bestandsinformationen müssen daher je nach Bedarf manuell aufbereitet und bereitgestellt werden, was zusätzlichen Abstimmungsaufwand verursacht.
- Aufwendige und fehleranfällige Abrechnung: Die Abrechnung der erbrachten Lager- und Fulfillment-Dienstleistungen erfolgt manuell. Dadurch entsteht zusätzlicher Verwaltungsaufwand und es besteht das Risiko, dass Leistungen übersehen oder fehlerhaft abgerechnet werden.
- Hoher Aufwand bei der Inventur: Die Bestandsaufnahme erfolgt papierbasiert mit Stift und Zettel. Die erfassten Mengen müssen anschließend abgeglichen und übertragen werden, was Zeit kostet und Fehlerquellen mit sich bringt.
- Eingeschränkte Rückverfolgbarkeit von Seriennummern: Die Nachverfolgung einzelner Artikel anhand ihrer Seriennummern ist aktuell mit hohem Aufwand verbunden. Informationen zum Verbleib und zur Historie von Waren lassen sich dadurch nur schwer nachvollziehen.
- Aufwendige Überwachung von Mindesthaltbarkeitsdaten: Bei Waren mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) müssen die relevanten Informationen manuell im Blick behalten werden. Ohne eine zentrale Übersicht wird es schwieriger, kritische Bestände rechtzeitig zu erkennen und Waren gezielt zu verwalten.
- Manuelle Verwaltung von Lademittelkonten: Die Verwaltung von Paletten und anderen Lademitteln erfolgt manuell. Dadurch wird die Nachverfolgung von Zu- und Abgängen erschwert und der Aufwand für die Abstimmung der Lademittelkonten erhöht.
Anforderungen an eine mandantenfähige Lagerverwaltungssoftware
- Mehrmandantenfähigkeit: Die neue Lagerverwaltungssoftware soll mehrere Kunden und deren Bestände innerhalb eines Systems verwalten können. Dabei müssen Bestände, Aufträge und Lagerbewegungen eindeutig den jeweiligen Mandanten zugeordnet werden, um eine übersichtliche und getrennte Verwaltung zu gewährleisten.
- Anbindung an Onlineshops: Über Schnittstellen zu gängigen Shopsystemen wie Shopify und WooCommerce sollen Kundenbestellungen automatisiert in die Lagerverwaltung übernommen werden. Dadurch können Aufträge ohne manuelle Zwischenschritte verarbeitet und die Abläufe im Fulfillment beschleunigt werden.
- Digitale Inventur: Die Inventur soll vollständig digital über mobile Endgeräte durchgeführt werden können. Bestände sollen direkt vor Ort erfasst und mit den Systemdaten abgeglichen werden, um den manuellen Aufwand zu reduzieren und Abweichungen schneller zu erkennen.
- Kundenportal für transparente Bestands- und Auftragsverwaltung: Kunden sollen einen eigenen Zugang erhalten, über den sie ihre aktuellen Lagerbestände, Lademittelkonten und Aufträge einsehen können. Dadurch sollen Bestandsanfragen und manuelle Auskünfte reduziert sowie die Transparenz gegenüber den Kunden erhöht werden.
- Automatisierte und nachvollziehbare Lagerabrechnung: Die Software soll eine verursachungsgerechte Abrechnung der erbrachten Dienstleistungen ermöglichen. Dabei sollen sowohl einzelne Lager- und Logistikleistungen als auch die Dauer der Lagerplatznutzung berücksichtigt werden können. Ziel ist es, Abrechnungsprozesse zu vereinfachen, manuelle Berechnungen zu reduzieren und eine nachvollziehbare Grundlage für die Rechnungsstellung zu schaffen.
Die COSYS Lagerverwaltungssoftware für Fulfillment und Lagerlogistik
Die COSYS Lagerverwaltung für kleine Unternehmen bildet die zentralen Lager- und Fulfillment-Prozesse in einem durchgängigen System ab. Eingehende Waren werden über die MDE-App erfasst, bei Bedarf etikettiert und anschließend eingelagert. Umlagerungen ermöglichen es, Bestände flexibel zu verwalten und Waren kundenbezogen zu organisieren.
Kundenaufträge gelangen über Schnittstellen aus den angebundenen Onlineshops oder durch manuelle Anlage in das System. Die Mitarbeiter bearbeiten sie mobil über die MDE-Geräte. Dabei unterstützt COSYS sowohl die Palettenkommissionierung als auch die Entnahme einzelner Artikel und Kleinteile. Anschließend werden die Aufträge für den Paketversand oder die Verladung bereitgestellt. DHL-Versandlabels können über eine Schnittstelle erstellt und den jeweiligen Aufträgen zugeordnet werden. Größere Sendungen werden bei Bedarf mit dem eigenen Fuhrpark ausgeliefert.
Die App läuft auf dem Honeywell CT32. COSYS übernahm auch die Beschaffung und Einrichtung der Geräte, sodass diese direkt einsatzbereit zur Verfügung standen.
Über den COSYS WebDesk lassen sich alle Buchungen und Lagerprozesse zentral überwachen und administrieren. Auswertungen dokumentieren unter anderem die erbrachten Dienstleistungen und die Belegungsdauer einzelner Lagerplätze. Damit entsteht eine nachvollziehbare Grundlage für die kundenbezogene Abrechnung der Lager- und Fulfillment-Leistungen. Ergänzend können Reports und Dokumente wie Lieferscheine oder Prozessfotos erstellt und heruntergeladen werden.
Stammdaten werden größtenteils über die Onlineshop-Schnittstellen übernommen. Zusätzlich können Artikel und Aufträge über eine manuelle Importfunktion in das System geladen werden. Die digitale Inventur und Lademittelverwaltung ergänzen die Lösung und sorgen für eine strukturierte Bestandskontrolle. So reduziert COSYS den manuellen Aufwand und verbessert die Transparenz über Lagerbestände, Aufträge und erbrachte Dienstleistungen.
COSYS Komponenten im Zusammenspiel
Einführung der COSYS Lagerverwaltungssoftware in sechs Schritten
Analyse und Konzept
Zu Beginn wurden die bestehenden Lager- und Fulfillment-Prozesse in einer Softwarepräsentation und einem anschließenden Workshop analysiert. Im Fokus standen die papierbasierten Abläufe, die aufwendige Abrechnung sowie die Anforderungen an Mehrmandantenfähigkeit, Onlineshop-Anbindungen und die Standorte in Deutschland und der Schweiz. Daraus entstand ein Konzept zur Digitalisierung der operativen und kaufmännischen Prozesse.Cloud-System und Schnittstellen
Anschließend wurde das COSYS Cloud-System eingerichtet und für die Verwaltung mehrerer Kunden konfiguriert. Die Schnittstellen zu Shopify und WooCommerce ermöglichen die automatisierte Übernahme von Kundenaufträgen. Ergänzend wurden die Voraussetzungen für die digitale Erfassung von Warenbewegungen und abrechnungsrelevanten Dienstleistungen geschaffen.Bereitstellung der MDE-Geräte
COSYS beschaffte und konfigurierte die benötigten MDE-Geräte für den Einsatz im Lager. Über die mobile App können Mitarbeiter Warenannahmen, Einlagerungen, Umlagerungen, Kommissionierungen und Inventuren direkt vor Ort erfassen. Dadurch entfallen papierbasierte Zwischenschritte und doppelte Dateneingaben.App-Bereitstellung und Pilotphase
Die Lagerverwaltungs-App wurde schrittweise bereitgestellt und unter realen Bedingungen getestet. Dabei wurden die Abläufe von der Warenannahme bis zum Versand sowie die verschiedenen Kommissionierarten überprüft. Rückmeldungen aus der Praxis flossen in die Anpassung der Lösung ein.Schulung und Anwenderdokumentation
Vor dem Produktivstart wurden die Mitarbeiter in den relevanten Funktionen und digitalen Arbeitsabläufen geschult. Eine ergänzende Anwenderdokumentation unterstützt sie bei der täglichen Nutzung und sorgt für eine einheitliche Durchführung der Lagerprozesse.Einsatz im Livebetrieb
Im laufenden Betrieb werden Warenannahme, Einlagerung, Umlagerung, Kommissionierung und Inventur digital erfasst. Aufträge gelangen über die Onlineshop-Schnittstellen oder manuell in das System und werden für den Paketversand oder die Auslieferung durch den eigenen Fuhrpark vorbereitet. DHL-Versandlabels lassen sich über eine Schnittstelle erstellen. Über den COSYS WebDesk werden Lagerprozesse zentral verwaltet und ausgewertet. Die erfassten Dienstleistungen und Lagerplatzbelegungszeiten schaffen eine Grundlage für die nachvollziehbare Abrechnung. Gleichzeitig verbessern digitale Informationen zu Beständen, Aufträgen und Lademitteln die Transparenz für den Logistikdienstleister und seine Kunden.
Projektergebnisse: Weniger Verwaltungsaufwand und mehr Transparenz
37 % weniger manueller Verwaltungsaufwand
47 % Zeitersparnis bei der Inventur
63 % weniger Aufwand für Bestandsauskünfte
43 % weniger Aufwand bei der Lagerabrechnung
Bis zu 100 % digitale Dokumentation der Lagerleistungen
Deutlich bessere Transparenz über die Belegungsdauer von Lagerplätzen
Kundenstimme
„Mit der COSYS Lagerverwaltung konnten wir unsere papierbasierten Prozesse deutlich vereinfachen und die Transparenz über unsere Kundenbestände verbessern. Besonders die digitale Erfassung unserer Lagerbewegungen und Dienstleistungen hilft uns dabei, Abläufe besser nachzuvollziehen und den Aufwand für die Abrechnung zu reduzieren. Gleichzeitig profitieren unsere Kunden von einem besseren Überblick über ihre Bestände, Aufträge und Lademittel.“
Warum sich der Logistikdienstleister für COSYS entschieden hat
Die Wahl fiel auf COSYS, da die Lagerverwaltungssoftware die vielfältigen Anforderungen des Logistikdienstleisters an eine digitale und mandantenfähige Lagerverwaltung abdeckt. Besonders überzeugte die Möglichkeit, sämtliche Lagerprozesse zentral zu steuern und sowohl die Anbindung von Onlineshops als auch die mobile Erfassung von Warenbewegungen zu integrieren. Ein entscheidender Vorteil ist zudem die transparente Dokumentation von Lagerplatzbelegungen und erbrachten Dienstleistungen, die eine nachvollziehbare Abrechnung unterstützt. Mit der Kombination aus mobiler Datenerfassung, zentralem WebDesk und passenden Schnittstellen bietet COSYS eine Lösung, die operative Lagerprozesse und kaufmännische Anforderungen miteinander verbindet.


